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Prozess-Schritte des MIM-Verfahrens

 

 

Material-Aufbereitung

Durch das Mischen der Materialien nach hauseigenen Rezepturen,
werden bei Parmaco entscheidende Vorteile generiert.

Unabhängigkeit von Feedstocklieferanten durch eigene Wahl
  der Rohmaterial-Hersteller
Entwicklung eigener Material-Legierungen nach Kundenwünschen
Beeinflussung des Schwundverhaltens durch die Möglichkeit,
  das Mischungs-Verhältnis vom Eisenpulver zum Binder zu verändern

Ziel:

Homogene Mischung aus Metallpulver und Bindemittel
Fliessfähige Masse für möglichst spannungsfreie Spritzlinge
Granulat, das einen optimalen Schneckeneinzug ermöglicht
 
 

Formgebungs-Prozess

Durch Einspritzen des Feedstocks in Spritzguss-Werkzeuge,
welche auf Spritzguss-Maschinen aufgespannt werden, findet
die Formgebung statt.
Besondere Beachtung gilt dem Einspritzdruck von bis zu 2000 bar.
Ebenso wichtig ist der Umstand, dass kein Schüttgut produziert
werden darf. Entnahme der Grünlinge ab der Werkzeug-Kavität von
Hand, mittels Handling oder mit Roboter ist daher zwingend nötig.

Ziel:

Komplett ausgeformte Grünlinge ohne Poren spritzen
Möglichst feine Trenngrate, Ausstossermarkierungen und Angüsse
 
 

Entbinde-Prozess

Der beigefügte Binderanteil muss nun wieder entfernt werden.
Bei Parmaco findet dies zur schonenden Behandlung der Teile
in zwei Schritten statt. Das Bad im Lösungsmittel (physikalischer
Prozess) stellt den ersten step dar. Danach kommt ein thermisches
Entbinden durch Ausbrennen unter Luft zur Anwendung. Dieser
chemische Prozess wird als Ergänzung zum Lösungsmittelbad
eingesetzt. Es entstehen durch das Entbinden sogenannte Bläulinge
resp. Bräunlinge.

Ziel:

Rasches Entfernen des Bindermaterials ohne Deformierung oder
  Zerstörung des Bauteils
Vorbereitung des Bauteils für den Sinterprozess
 
 

Sinter-Prozess

Beim Sintern werden mittels Erwärmung unter die Schmelztemperatur
und Einwirkung von Prozessgasen aus kompaktierten Metallpulver-
presslingen durch Diffusionsprozesse solide Metallteile erzeugt. Erst
jetzt schwindet das Bauteil zwischen 12 und 20% und erhält die endgültige Dichte von 96–99% sowie die Fertigmasse.

Ziel:

Überführung der entbundenen Teile, welche aus Metallpartikel
  bestehen, in Metallteile hoher Dichte
Erreichung der geforderten Masshaltigkeit mit möglichst
  geringer Streuung
Erreichung der gewünschten Materialeigenschaften
 
  Nach dem Sintern sind alle ordentlichen Prozess-Schritte des
MIM-Verfahrens durchlaufen worden. Nun können diverse nach-
gelagerte Operationen ausgeführt werden. Diese sind jedoch
alle absolut teile-spezifisch und stehen immer in direkter Abhängig-
keit zu den gewünschten Anforderungen des Kunden und den
benötigten, jeweiligen Bauteilfunktionen.
Jegliche mechanische Nacharbeit wie z.B. Kalibrieren (Pressen),
Reiben, Hohnen, Schleifen, Schweissen etc. ist denkbar.
 
 
 

Wärme- und Oberflächenbehandlungen (als Zusatz-Schritte)

MIM-Teile können ebenso wie mechanisch hergestellte Bauteile sowohl diversen Wärme- als auch Oberflächenbehandlungen unterzogen werden.

 
  Mögliche Wärme-
behandlungen:

(je nach Materialwahl)
Carbonitrieren
Salzbadnitrieren (QPQ)
Vakuum-Härten
Ausscheidungshärten etc.
Mögliche Oberflächen-
behandlungen:

(je nach Anforderung
und Materialwahl)
Trowalisieren (Gleitschleifen)
Polieren
Elektropolieren
Chemisch entgraten
Brünieren
Phosphatieren
Verzinken, Vernickeln, Verchromen
Verkupfern, Versilbern, Vergolden
Gleitlackbeschichtung
Beschichtungen mit Farben,
  Ölen oder Fetten etc.